Coenzyme
Coenzyme sind die unverzichtbaren Zündkerzen des menschlichen Stoffwechsels. In anspruchsvollen Lebensphasen und mit zunehmendem Alter kann die körpereigene Synthese bestimmter wichtiger Coenzyme beeinträchtigt sein. Entdecken Sie hochwertige Coenzym-Präparate in Reinsubstanz-Qualität – entwickelt für gute Bioverfügbarkeit und zelluläre Vitalität.
Gut zu wissen: Coenzym-Facts
Coenzyme einfach erklärt
Coenzyme (auch Cosubstrate genannt) werden in der Biologie als kleine organische Moleküle verstanden, die die Wirkung von Enzymen im Körper erst möglich machen. Enzyme sind grundsätzlich in der Lage, biochemische Prozesse im Körper effektiv voranzutreiben, sie benötigen dabei aber Unterstützung. Denn: Das Enzym allein besteht strukturell aus einem Eiweißanteil – dem sogenannten Apoenzym. In dieser Form ist es inaktiv. Erst wenn ein Coenzym an das Apoenzym andockt, entsteht eine funktionsfähige Einheit. Man nennt sie Holoenzym.
Das Coenzym reagiert kurzzeitig mit dem Enzym, überträgt chemische Gruppen, Protonen oder Elektronen und verbraucht sich dabei temporär selbst. Dadurch ist der Körper kontinuierlich auf Nachschub an Coenzymen angewiesen.
Wirkung und Funktion von Coenzymen
Kaum ein lebenswichtiger Vorgang im menschlichen Körper kann ohne Coenzyme ablaufen. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Mitochondrien-Funktion und Energieproduktion. In den Kraftwerken unserer Zellen (den Mitochondrien) nehmen Cosubstrate als mobile Elektronenakzeptoren und Protonen-Überträger frei werdende Energie auf und transportieren sie weiter, um zelluläre Energie – sogenanntes Adenosintriphosphat (ATP), die Energiewährung unseres Körpers – aufzubauen. Daneben spielt beispielsweise das Coenzym A eine Rolle im Fettstoffwechsel.
Besonders energieintensive Organe und Gewebe weisen eine extrem hohe Dichte an Coenzymen auf. Dazu zählen:
- Herz
- Gehirn- und Nervenzellen
- Leber und Nieren
- Muskulatur
Coenzym Q10 & Ubiquinol
Das wohl bekannteste und am intensivsten erforschte Coenzym-Beispiel in das Coenzym Q10. Seine Wirkung: Es wird vom Körper für die Energieproduktion in den Mitochondrien benötigt und ist Bestandteil jeder einzelnen Zelle. Darüber hinaus wirkt dieses Cosubstrat als Antioxidans in der Zellmembran.
Spannend ist: Unser Körper ist in der Lage, das wertvolle Helferlein selbst herzustellen, diese Fähigkeit nimmt aber mit zunehmendem Alter stetig ab. Dann wird ein Blick auf den Coenzym Q10-Status besonders relevant. Wer die Bedarfsdeckung über die Ernährung unterstützen möchte, muss wissen: Das Cosubstrat steckt vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und Innereien. Auch bei streng vegetarischem oder veganem Speiseplan, kann darum eine Nahrungsergänzung mit Coenzym Q10 in Betracht gezogen werden.
Coenzym Q10 kaufen: Darauf kommt es an
Entscheidend ist die Verfügbarkeit im Körper, denn Coenzym Q10 kann in zwei Formen vorliegen: Ubiquinon ist die oxidierte Form. Sie muss im Körper erst unter Energieaufwand in Ubiquinol umgewandelt werden. Ubiquinol bezeichnet die reduzierte, direkter verfügbare Form. Im menschlichen Blut liegt ein Großteil des gesamten Q10 natürlicherweise als Ubiquinolform vor.
Bei SEVENPURA setzen wir auf strenge Qualitätskriterien, um ihnen das bestmögliche Coenzym Q10-Präparat anbieten zu können: Wir verwenden für unser Ubiquinol den marktführenden, hefefreien Markenrohstoff Kaneka QH™, verzichten auf Aromen, Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Alkohol, Laktose und Gluten.
Die Rolle von Vitaminen für Coenzyme
Auch Vitamine spielen für Coenzyme im Körper eine enorm wichtige Rolle: Viele wasserlösliche Vitamine dienen dem Körper als direkte Vorstufen (Precursor) für die Synthese komplexer Coenzyme:
- Vitamin B1 (Thiamin): Wird im Körper zum Coenzym Thiaminpyrophosphat (TPP) umgewandelt (wichtig für den Kohlenhydratstoffwechsel).
- Vitamin B2 (Riboflavin): Enthält die Bausteine der Flavin-Gruppe, aus denen die wichtigen Coenzyme FMN und FAD für die Zellatmung gebildet werden.
- Vitamin B3 (Niacin): Liefert das essenzielle Nicotinsäureamid zur Synthese des Coenzym-Dinukleotids NAD+ (Nicotinsäureamid-Adenin-Dinukleotid), das Baustein für die Mitochondrien ist.
- Vitamin B5 (Pantothensäure): Ist der Hauptbestandteil von Coenzym A, einem zentralen Dreh- und Angelpunkt im Fettstoffwechsel.
- Vitamin B6, B7 und B12: Funktionieren ebenfalls als unentbehrliche Coenzyme in Aminosäure- und Fettsäure-Prozessen.
Coenzyme, Cofaktoren und prosthetische Gruppen: Wo liegt der Unterschied?
Im Zusammenhang mit Coenzymen tauchen häufig weitere Begriffe auf, die nicht selten gemeinsam in den sprichwörtlichen Topf geworfen werden – biochemisch aber klar zu trennen sind. So unterscheidet man sie korrekt:
- Cofaktor: Der Überbegriff für alle nicht-proteinartigen Komponenten, die ein Enzym für seine Aktivität braucht. Cofaktoren können sowohl anorganische Metallionen (wie Zink, Magnesium oder Eisen) als auch organische Moleküle sein.
- Coenzym: Hierbei handelt es sich um organische Cofaktoren. Sie sind locker an das Enzym gebunden und lösen sich nach der Reaktion wieder ab (z. B. Coenzym Q10 oder NAD+).
- Prosthetische Gruppe: So wird ein Coenzym genannt, wenn es dauerhaft und sehr fest (kovalent) an sein Enzym gebunden ist (wie z. B. das Häm im Hämoglobin).
Studien und Publikationen
Narrativer Review zur Coenzym-Q10-Supplementierung bei altersbedingten Erkrankungen (2021)
Ergebnis: Der Review fasst Grundlagenwissen zur körpereigenen Bildung und Funktion von Coenzym Q10 sowie Ergebnisse klinischer Studien zur Supplementierung zusammen. Coenzym Q10 ist an der mitochondrialen Energieproduktion beteiligt und wirkt in seiner reduzierten Form als Antioxidans in Zellmembranen und Lipoproteinen. Die Autoren berichten Hinweise auf positive Effekte bei angeborenen Coenzym-Q10-Mangelerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronischen Entzündungsprozessen. So wurden in einzelnen Studien und Metaanalysen unter anderem weniger schwere kardiovaskuläre Ereignisse bei Herzinsuffizienz, eine Senkung des systolischen Blutdrucks sowie niedrigere Konzentrationen bestimmter Entzündungsmarker beobachtet. Ein Teil der positiven kardiovaskulären Ergebnisse stammt jedoch aus Studien, in denen Coenzym Q10 gemeinsam mit Selen verabreicht wurde, sodass sich der Anteil von Coenzym Q10 am Effekt nicht eindeutig bestimmen lässt. Für neurodegenerative Erkrankungen ist die Datenlage widersprüchlich; insbesondere für Alzheimer und Huntington wurde kein gesicherter Nutzen festgestellt. Da es sich nicht um einen systematischen Review mit Metaanalyse handelt und viele der berücksichtigten Studien klein, kurz oder methodisch unterschiedlich waren, sind keine allgemeingültigen Wirksamkeitsaussagen möglich. Die Autoren fordern größere und länger dauernde klinische Studien mit Präparaten, deren Bioverfügbarkeit nachgewiesen ist.
Link: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0047637421000932
Randomisierte, doppelblinde Cross-over-Humanstudie zur Bioverfügbarkeit von Ubiquinol und Ubiquinon bei älteren Männern (2018)
Ergebnis: Die Studie untersuchte zehn ältere Männer, die jeweils zwei Wochen lang entweder 200 mg Ubiquinol oder 200 mg Ubiquinon täglich einnahmen; zwischen den beiden Behandlungsphasen lag eine zweiwöchige Auswaschphase. Ubiquinol erhöhte den Gesamt-Coenzym-Q10-Spiegel im Plasma signifikant von 1,3 auf 3,4 µmol/l und den Ubiquinon-Spiegel von 0,2 auf 0,6 µmol/l. Der Anstieg des Ubiquinol-Spiegels von 1,1 auf 2,8 µmol/l erreichte dagegen keine statistische Signifikanz. Unter Ubiquinon stiegen die gemessenen Coenzym-Q10-Werte im Plasma nicht signifikant. Sechs der zehn Teilnehmer reagierten stärker auf Ubiquinol, zwei stärker auf Ubiquinon. Keine der beiden Formen veränderte den Coenzym-Q10-Gehalt in den mononukleären Blutzellen, deren ATP-Gehalt oder die untersuchten Marker für antioxidative Kapazität und oxidativen Stress. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Ubiquinol bei älteren Männern den Coenzym-Q10-Status im Plasma stärker erhöhen kann als Ubiquinon. Aufgrund der sehr kleinen Stichprobe, der kurzen Einnahmedauer und fehlender klinischer Endpunkte belegt die Studie jedoch keinen gesundheitlichen Vorteil von Ubiquinol.
Link: https://pubs.rsc.org/fo/article-abstract/9/11/5653/605291/Ubiquinol-is-superior-to-ubiquinone-to-enhance
Narrativer Review zur oralen Supplementierung mit NAD⁺-steigernden Verbindungen beim Menschen (2023)
Ergebnis: Der Review fasst klinische Humanstudien zur längerfristigen Einnahme der NAD⁺-Vorstufen Nicotinamid-Ribosid (NR), NR in Kombination mit Pterostilben und Nicotinamid-Mononukleotid (NMN) zusammen. Die untersuchten Präparate wurden bei gesunden Erwachsenen mittleren und höheren Alters, bei Menschen mit Übergewicht oder Adipositas sowie bei verschiedenen Patientengruppen eingesetzt. Insgesamt waren die Substanzen über die jeweils untersuchten Zeiträume überwiegend gut verträglich und erhöhten in vielen, aber nicht allen Studien die Konzentrationen von NAD⁺ oder verwandten Metaboliten in Blut und teilweise weiteren Geweben. Für gesundheitlich relevante Effekte ist die Datenlage jedoch uneinheitlich: Einzelne kleine Studien berichteten Verbesserungen kardiovaskulärer, metabolischer oder körperlicher Funktionen, vor allem bei Menschen mit chronischen Erkrankungen oder eingeschränkter Ausgangsfunktion. Mehrere randomisierte kontrollierte Studien fanden dagegen keine Verbesserungen etwa der Insulinsensitivität, des Energieverbrauchs, der Körperzusammensetzung, der Muskelkraft oder der körperlichen Leistungsfähigkeit. Die meisten Studien umfassten nur kleine Stichproben, verwendeten unterschiedliche Dosierungen und dauerten lediglich wenige Wochen. Der Review belegt daher bislang keinen gesicherten allgemeinen Gesundheits- oder Anti-Aging-Effekt von NR oder NMN beim Menschen. Größere und länger dauernde randomisierte Studien sind erforderlich.
Link: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37068054/
FAQ
Für was ist Coenzyme compositum?
Coenzyme compositum ist die Bezeichnung für ein homöopathisches/anthroposophisches Komplexmittel verschiedener Hersteller. Es hat rechtlich und biochemisch nichts mit der gezielten, hochdosierten Supplementierung von Reinsubstanz-Coenzymen (wie Ubiquinol Q10) in der Mikronährstoffmedizin zu tun.
Kann ich B12 und Coenzym Q10 gleichzeitig einnehmen?
Ja, das geht problemlos. Da sich die beiden Nährstoffe im Magen-Darm-Trakt nicht gegenseitig bei der Aufnahme behindern, können sie zusammen eingenommen werden.
Für wen ist Coenzym Q10 besonders wichtig?
Von gesunden Menschen wird das Molekül in der Regel gut vertragen. Für Menschen, die regelmäßig Medikamente zur Blutdrucksenkung oder Gerinnungshemmung einnehmen, wird eine ärztliche Absprache vor der Einnahme empfohlen.

